Pseudomonaden im Trinkwasser sind Nasskeime, die sich bevorzugt in neu verlegten Hausinstallationen und an Entnahmearmaturen ansiedeln. Hierbei handelt es sich vor allem um die Art „Pseudomonas aeruginosa“. In fehlerhaft geplanten und gebauten Installationen finden Pseudomonaden im Trinkwasser ideale Lebensbedingungen. Stagnierendes Wasser in nicht durchströmten Leitungsbereichen gilt als hauptverantwortlich für die Ansiedlung von Pseudomonaden im Trinkwasser. Pseudomonaden sind Erreger von Infektionen mit zum Teil schweren gesundheitlichen Folgen. Insbesondere Menschen mit schwachem Immunsystem können diese gefährlich werden.
In einer aktuellen Studie werteten Forscher mehr als 20.000 Messungen an öffentlichen Gebäuden durch die Gesundheitsämter aus. In drei Prozent der Proben wurde der Krankheitserreger Pseudomonaden im Trinkwasser gefunden. Diese sind für geschwächte Menschen gefährlich und können Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte oder hartnäckige Infektionen bei Brandwunden verursachen.
In Kunststoffzusätzen oder Farbstoffen - zum Beispiel von Duschschläuchen und Dichtungen - setzen sich Keime fest und bilden dicke Biofilme. So können sich Pseudomonaden im Trinkwasser einnisten, die später ausgeschwemmt werden und das gesamte Trinkwassersystem kontaminieren. Darum müssen laut Trinkwasserverordnung in Krankenhäusern und Pflegeheimen besondere Vorsichtsmaßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserhygiene getroffen werden. Das Hygienesystem von Kemper bietet dazu eine optimale Voraussetzung.